Archive für Kategorie: Netzfundstücke

Seit ich bei Delinat begann, stand immer wieder ein eigener Blog zur Diskussion. Nach ausführlicher Geburtsphase erblickte das Kind nun endlich die Welt. Ein schönes Kind wie ich finde. Gut genährt und mit verheissungsvoller Zukunft.

Künftig finden sich dort regelmässig Kurzartikel über Wein, Genuss und Ökologie. Man hat quasi die Möglichkeit mit meinen Arbeitskollegen auf Reise zu gehen und die Delinat-Winzer virtuell zu besuchen. Wie beispielsweise mit Martina Korak, die aktuell von den schönsten Seiten der BioFach berichtet, oder Emil Hauser, meinem Degustations-Video-Partner, der die spannenden deutschen Jungwinzer Alexander Pflüger und Timo Dienhardt besuchte.

Aktuell kreist die Diskussion, ob es nun “der” oder “das” Blog heisst. Und wie man gleich zu Anfang meines Artikels bemerkt, neige ich persönlich dazu,  “der” Blog zu sagen obwohl sich hier dem ein oder anderen alteingesessenen Blogger der Magen umdreht ;-)

Quelle: drunkenmonday.de

Mireille Mathieu – Der Wein war aus Bordeaux

“…die grosse Liebe kam nicht nur vom Wein.”

Bereits in der frühen Antike wussten ihn die Assyrer zu schätzen: Den Korken, Stoppel (Österreich) oder Zapfen (Schweiz). Damals noch zum, mehr oder minder, gelingenden Verschliessen von Amphoren genutzt, entwickelte sich der Korken ab Mitte des 17. Jahrhunderts zum dominierenden Verschluss für Weinflaschen. Eine dominierende Stellung, die trotz Korkschmeckerproblematik und alternativen Verschlüssen beibehalten werden konnte. Heute verstöpselt Kork weltweit noch immer 70 % aller Weinflaschen.

Nachdem der Korken sein Produktionsland (in den meisten Fällen Portugal) verlassen, eine Weinflasche verschlossen hat und anschliessend wieder “gezogen” wurde stellt sich die Frage: Wohin mit dem Kork? In den meisten Fällen landet er wohl im Müll.

Dass es auch anders geht, zeigen nicht nur  technische Recycling-Methoden für Flaschenkorken, sondern auch Designer. Gabriel Wiese beispielsweise fertigt aus gebrauchten Korken imposante Möbel, Plastiken und Installationen konnte ich bei lilligreen.de lesen.

korken zum sitzen

Kork-Möbel des Designers Gabriel Wiese (Bilder: lilligreen.de)

korken zum stempeln

“Berliner Bär” Bild: swwsw

Eine andere schöne Idee hatten die beiden Designerinnen Nicole Bednarzyk und Sylke Rademacher von schœner.wærs.wenns.schœner.wær.

Ihr Stempel “Berliner Bär” wird aus Naturkautschuk und gebrauchten Korken von Delinat-Kunden hergestellt.

Die Hardcore-Variante liefert der New Yorker Weinhändler Frankly Wines. Erinnerungen an ca. 15.000 Weine zieren dessen Laden. Eine ganze KorkWAND. 30 Std. und Unmengen an Holzleim brauchte es hierfür. Stellt sich die Frage, wer hat das alles getrunken? Während manchem Leser vielleicht schon das Wasser im Munde zusammen läuft, oder der Angstschweiss auf der Stirn steht, kann ich beruhigen. Der Grossteil der Korken wurde vernünftigerweise bei ebay (!?) ersteigert.

Zu guter Letzt noch ein Link mit weiteren DIY-Korkideen.

Konspirative Küchenkonzerte” finden seit geraumer Zeit in einer Hamburg-Wilhelmsburger Fabrik-Wohnung statt. Gemäss dem Motto “Heisser Scheiss, live serviert!” präsentiert Gastgeber Marco Antonio Reyes Loredo ein mal im Monat Leckerbissen aus Küche und Populärkultur. Jeden 1. Samstag des Monats zu bewundern im Hamburger Fernsehen Tide TV. Allen Nicht-Hamburgern sei die KKK-Website ans Herz gelegt. Dort finden sich alle bisherigen Sendungen als Stream.

Sabrieren nennt man das Entfernen des Champagner-Korkens mit einem Säbel. Ein nicht ungefährliches Unterfangen, wie diese Videos hier zeigen.

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