Schönes und informatives Video über Essen von Josh Cohen.

Das nächste WeinNetzCH steht an. 3. 6. 2010, dieses mal, auf Anregung von Baccantus hin, in Konstanz statt in Zürich. Richtig, Konstanz liegt nicht in der Schweiz, dafür aber umso zentraler wenn es um die grenzübergreifende Weinkommunikation zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz geht. Eingeladen sind wie immer alle, die sich für Wein in Kombination mit den Neuheiten des Internets interessieren. Spread the message!

Dirk Würtz, Winzer und Weinmacher, stellte gestern die aussergewöhnliche Verpackung seines neuen “Bag-in-Box”-Rieslings für Skandinavien vor. Übrigens ein Markt, auf dem sich Bag-in-Box als Alternative bereits etabliert hat.

Unter den vielen Kommentaren schlich sich ein Video ein, das ich euch nicht vorenthalten kann. Die inoffizelle Hymne für die ökologisch sinnvolle Weinverpackung Bag in Box.

Für die 32. Weinrallye, suchte sich die ausrichtende Dame, Iris Rutz-Rudel, ein Thema aus, das Weinliebhaber ins Schwärmen bringen dürfte. Pinot Noir oder auch Spätburgunder, hier in der Schweiz Blauburgunder genannt, der kapriziöse Rotweinkönig (oder die Königin?). “Pinot” wird weltweit angebaut, der Ursprung liegt jedoch zweifelsohne im Burgund, wo schon im 4. Jahrhundert Pinot-Noir-Stöcke wuchsen. Unter Einfluss der dortigen Mönche, erklomm er im Mittelalter jenen Gipfel, auf dem er heute noch weilt. Dabei ist Spätburgunder ein äusserst sensibles Gewächs mit hohen Ansprüchen an den Standort.

Trotz des Primadonnen-Status, oder gerade deshalb, übt Pinot Noir eine besondere Anziehungskraft auf Winzer und Weinliebhaber aus. Ambitionierte Winzer rund um den Globus versuchen immer wieder ihr Glück mit der Rebsorte, die höchste Ansprüche an sie in Weinberg und Keller stellt.

Bei der Frage, welchen Wein ich wohl vorstellen soll, kam mir zunächst der spannende Schweizer Jungwinzer Markus Ruch in den Sinn. Nach einem Gang in den Keller erübrigte sich dieser Gedanke: Ausgetrunken. Wie schon bei meiner letzten Weinrallye entschied ich mich dann für einen Wein aus der Bündner Herrschaft, einen Malanser. Dieses Mal nicht von Louis Liesch sondern dem Weingut Clavadetscher, einem Bündner Bio-Weingut, das mir von einer Kollegin empfohlen wurde.

Clavadetscher, Blauburgunder Küng, 2008

Nachdem der Wein auf mich am ersten Tag einen unausgeglichenen Eindruck machte ist er heute umso besser. Granatrot. In der Nase fruchtig mit würzig-floralen Anklängen, Grapefruit, rote Beeren, frisch und als Kompott, Himbeeren, rote Johannisbeeren und eine Erinnerung an die Sommer bei Oma. Dort gab es immer frische Himberren und rote Johannisbeeren mit Vanillepudding. Eränzt wird das Ganze durch Noten von Bittermandel, Veilchen, schwarzem Pfeffer und einer Spur Anis. Am Gaumen wirkt der Wein saftig mit einer schönen Säure, leicht, filigran mit feinen Tanninen und Schmelz. Auch hier Grapefruit, Himbeer und rote Johannisbeeren. Dazu Sauerkirschen, Pflaumen, getrocknete Feigen, Vanille, Minze und weisser Pfeffer.

Zusammengefasst: Ein schöner Basis-Blauburgunder für jeden Tag.

Charlie Walker – “Little Ole Wine Drinker Me” (1966)

Charlie Walker war bereits erfolgreicher Radio-DJ, als er Anfang der 50′er Jahre seine Sangeskarriere startete. Zunächst unbeachtet bei “Imperial Records”, konnte er 1956 mit “Only You Only You”, nun beim legendären “Decca”-Label, seinen ersten Top-10-Erfolg feiern. Ein Jahr nachdem “Little Ole Wine Drinker Me” erschien nahm sich kein Geringerer als Dean Martin dem Stück erneut an.

The Story of Stuff” schaffen es komplexe Sachverhalte schnell und anschaulich in kurzen Filmen darzustellen. Im nachfolgenden Film geht es um Mineral- und Leitungswasser. Was ist besser? Ein Blick über den blossen Geschmack hinaus. Reinschauen.

via: lilligreen

Vor einer Woche besuchte ich die Expovina Primavera in Zürich. Hier präsentierten sich viele Schweizer Händler und wenige Schweizer Winzer. Im Grunde war ich nur wegen einem Stand vor Ort - “Junge Schweiz – Neue Winzer”. An diesem waren 19 interessante Jungwinzer aus der Deutschschweiz versammelt.  Auffallend im Gegensatz zu den anderen Ständen: Sich drängende Besucher. Die Schweizer zeigten Interesse an ihren jungen, aufstrebenden Winzern. Zu Recht.

Die "Junge Schweiz" auf der Expovina Quelle: junge-winzer.ch

Mein Kollege und ich, degustierten uns durch fast alle Weine und hatten ein interessantes Gespräch mit dem Winzer Pasquale Chiapparini, der uns ein wenig über sein Weingut und die Vereinigung erzählte. Die Winzer kennen sich von ihrer Ausbildung an der Weinbauschule Wädenswil und treffen sich seit etwa zwei Jahren zu regelmässigen, gemeinsamen Degustationen. Erfahrungsaustausch unter ewig Lernenden. Der Gemeinschaftsstand an der Expovina war der erste gemeinsame Auftritt in der Öffentlichkeit, weitere Aktivitäten sind geplant. Gemeinsam statt einsam möchte man darauf aufmerksam machen, dass sich interessante, junge und innovative Winzer in der Schweiz tummeln.

Chiapparini selbst besitzt ein kleines Weingut in der Region Zürich. In Raftz bewirtschaftet er 3.2 ha. Kein Familienbetrieb wie er betont. Besonders einprägsam sind die moderne Flaschenausstattung und die Namen der Weine. “soweiss” nennt er beispielsweise seinen Blanc de Noir, der Schaumwein heisst passend dazu “soprickelnd”.

Was besonders in Erinnerung blieb:

Pasquale Chiapparini – soweiss (Blanc de Noir)

Weingut Erich Meier – Pinot noir BARRIQUE

Kunz-Keller – Pinot

Weingut Schipf – Freisamer (Sylvaner X Pinot Gris; spezieller Weisswein, der mich an Piwi-Sorten erinnerte)

Weingut Schwarz - Müller-Thurgau

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