Weinschorle soll zum Trendgetränk werden. So wünschen sich dies zumindest zwei Absolventen der Hochschule Heilbronn. Jedoch soll es nicht irgendeine Weinschorle, sondern eine Bio-Weinschorle sein. Biowein (Chardonnay, der Wein stammt meiner Vermutung nach von Riegel), Mineralwasser und ein wenig Biozucker. Der Name des Getränks „Acht Grad“, wohl in Anlehnung an die optimale Genusstemperatur einer Weinschorle.

Wer aus einer Weingegend kommt, wird die klassische Weinschorle nur zu gut kennen. Schon der Grossvater hat vermutlich beim sonntäglichen Frühschoppen mit einer „sauer“ (Mineralwasser) gespritzten Weinschorle angestossen. Im Sommer ist sie eine schöne, leichte und vor allem erfrischende Alternative zum Wein oder Bier und ansonsten eher weniger sexy. Selten habe ich junge, hippe Menschen eine Weinschorle bestellen sehen, geschweige denn trinken.

Die Weinbranche möchte dies aber offensichtlich ändern. So sind in letzter Zeit vermehrt Weinschorlen mit modern klingenden Namen und in eine schicke Longneckflasche verpackt auf den Markt gekommen um die jüngere (Party-) Generation anzusprechen. Wenn man so möchte ein hausgemachter (Trend). Alkopop-Alternative. „Acht Grad“ hat sich jedoch nicht nur die Jungen vorgenommen, sondern auch die Bio-Bohéme, LOHAS, möchte zusätzlich vom Bioboom profitieren. Und das kann gut funktionieren, wie man am Paradebeispiel „Bionade“ gesehen hat.

Derzeit ist man auf der Suche nach Vertriebspartnern für die ersten 6000 Flaschen. Zunächst sollen Szenebars und Kneipen versorgt werden. Kontakte in die Getränkeindustrie seien zudem vorhanden. Sogar UK ist schon auf der Landkarte markiert. Jetzt gilt es erst mal in der Heimat zu überzeugen. Ich bin gespannt ob ein solches Produkt trendy werden kann.

Quelle: Stimme.de