Vor Hintergrund des Klimawandels und der weltweit steigenden Energienachfrage, wurde das Projekt „Amethyst“ ins Leben gerufen. „Amethyst“ ist ein Gemeinschaftsprojekt fünf europäischer Institute aus dem Bereich Wein und Ressourcenmanagement, welches kleinen und mittelständischen Weingütern die Thematik prozessorientierter Wasser-und Energieverbrauch näher bringen soll.

Mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogrammes und der aus den betriebseigenen Strom-, Brennstoff- und Wasserrechnungen gewonnenen Basisdaten soll der Weinbranche ein leicht zu bedienendes Werkzeug zur Verfügung gestellt werden, dass eine schnelle Ist-Analyse des betriebsinternen Wasser- und Energieverbrauchs im Vergleich zur „guten fachlichen Praxis“ erlaubt. Hieraus können Einsparungspotenziale ermittelt und umgesetzt werden.

Wer schon einmal in einer Weinkellerei oder einem Weingut gearbeitet hat weiss, dass sich Tanks nicht von alleine reinigen. Zumindest im Regelfall nicht. Hier werden hohe Mengen an Wasser verbraucht. Rund 80% des Wasserverbrauchs beziehen sich auf Reinigung und Desinfektion.Pro Liter Wein werden nach Huck, V. )2007) zwischen 3,5 und 7,5 L Wasser verbraucht.

Diffenrenziert nach dem Verarbeitungsschritt ergeben sich folgende Verbrauchsmengen:

Traubenverarbeitung 220 L/hl produzierten Weins

Tank-/Fasslager 100 L/hl gelagerten Weins

Abfüllung 60 L/hl abgefüllten Weins

Kühlung 40 L/hl produzierten Weins

Verluste 100 L/L produzierten Weins

Heisswasser für Behälterreinigung 100 L/L produzierten Weins

Zahlen aus der Amethyst-Studie (2008).

Kennzeichnend für den Wasserverbrauch in der Weinproduktion ist die Abhängigkeit von den anfallenden Arbeitsschritten im Lauf des Jahres.  So werden zwischen September und Januar (Ernte, Gärung, Abstich) Spitzenwerte erreicht. Je nach Zeitpunkt des 2. Abstichs und der Abfüllung können weitere kleine Spitzen beobachtet werden.

Quellen:

http://www.campus-geisenheim.de/AMETHYST.2698.0.html

http://www.amethyst-project.eu/