Mittagspause in der Schweiz. Die Eingeborenen sind in dieser Zeit meist bei Migros anzutreffen. Der deutsche Einwanderer oftmals auch und dieser wundert sich nicht selten über die doch recht seltsamen Essgewohnheiten vieler junger Schweizer. Was so komisch an den Essgewohnheiten ist? Ich habe manchmal das Gefühl, junge Schweizer ernähren sich ausschliesslich von Energy-Drinks, Chips und Gummibärchen. Bedenkt man, dass man bei Migros am Mittag vermutlich den Schweizer Durchschnittsbürger und demnach auch die Durchschnittsjugendlichen antrifft ein nachdenklich machendes Bild. Ist das die Zukunft? Verfall der Esskultur, der Essgewohnheiten, dem Bezug zu Lebensmitteln? Zumindest hat man hier in der Stadt manchmal den Eindruck. Ich weiss leider nicht wie das Bild in Deutschland ist, zumindest die Energy-Drinks sind meines Wissens nach nicht so stark verbreitet. Den Essgewohnheiten wird es vermutlich ähnlich ergehen.

Bild: youthfoodmovement.org

Nun gibt es zumindest eine kleine, wachsende, offizielle Gegenströmung. Seit wenigen Monaten existiert das Schweizer Youth Food Movement. Auch ich bin ein Teil davon. Bisher befinden wir uns noch im Aufbau der „Bewegung“, planen künftige Projekte und lernen uns kennen. Was das Youth Food Movement (YFM) ist?

Youth Food Movment.ch ist der Schweizer Ableger des internationalen Netzwerks Youth Food Movement . Wir sind ein Netzwerk  junger Bauern, Köche, Verarbeiter, Aktivisten und Studenten aus der Schweiz, welche die Zukunft von Essen und Landwirtschaft aktiv verändern.

Gemäss dem Slow Food Grundsatz „gute, saubere und faire (gerecht entlohnte) Lebensmittel“ in das eigene Umfeld zu integrieren, bemühen wir uns um die Neuausrichtung der lokalen und regionalen Lebensmittel-Systeme basierend auf den Grundsätzen von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Yout Food Movement.ch bietet Menschen, die sich einbringen möchten, Instrumente für Kommunikation, Wissenstransfer und lokale Aktionen.

„Gutes“ Essen macht Spass und bringt Menschen unabhängig ihres Alters oder Hintergrundes zusammen.

Alleine können wir unser direktes Umfeld ändern, zusammen die ganze Welt.

Bisher geschah hinsichtlich des YFM.ch zumindest für mich viel über das Internet und ich kam leider noch nicht dazu alle Mitglieder persönlich zu treffen. Jene Mitglieder die ich treffen durfte, machten jedoch Lust auf mehr, Lust auf Austausch, Lust auf Aktionen. Wer Interesse hat, Teil der „Bewegung“ werden möchte,  weitere Informationen sucht, sollte unserer Facebook-Gruppe Youth Food Movement.ch beitreten. Vielleicht sieht man sich dann schon am 1. Dezember in Zürich, beim nächsten Treffen der „Bewegung“.