Archive für Kategorie: Vorhang auf

Der schönste Tweet der Welt

I believe we can build a better world! Of course, it’ll take a whole lot of rock, water & dirt. Also, not sure where to put it.

Dieser Satz stammt von Twitter-Schöngeist Marc MacKenzie und wurde im Rahmen des Hay Festival of Literature and Arts zum „schönsten Tweet der Welt“ auserkoren.  Also nicht irgendeine Ansammlung von Zeichen, sondern 127 (!) Zeichen sparsame Kunst, oder?

Twitter-Schöngeist Marc MacKenzie

via: GOOD


Less Glass

Werbekampagne Stella Artois

Stella Artois dürfte im deutschsprachigen Raum wenig, bis gar nicht bekannt sein. Wann trinkt man auch schon mal belgisches Bier, ausser im Urlaub?

Es ist auch weniger der gute Geschmack, als das grüne Engagement, das aktuell auf die belgische Biermarke aufmerksam werden lässt. Seit neuestem werden nämlich Leichtglas-Flaschen bei der Abfüllung verwendet. Neben Kosten spart dies Energie, sowie CO2 und wird von der Anheuser-Busch-Tochter dankbar als Aufhänger einer aktuellen Werbekampagne verwendet. Die britische Brauerei Adnams geht noch weiter. Dort versucht man auch bei der Herstellung so energiesparend wie möglich zu arbeiten. Leichtglas-Flaschen werden bereits seit 2008 verwendet.

via: green your life blog


Mal ehrlich

Wie viele der nachfolgenden Punkte treffen auf euch zu? Bei mir ist es ein Punkt… ganz, ganz ehrlich sind es sogar zwei.

via: nytimes

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Was gibt es schöneres als den wöchentlichen Einkauf nicht im gewöhnlichen Supermarkt, sondern über den lokalen Markt schlendernd zu erledigen, mit dem Marktverkäufer vielleicht einen kleinen Schwatz zu halten und sich mit allerlei Leckereien einzudecken. Aus dem Erledigen wird hier schnell ein lukullisches Erlebnis.

Für all jene, die noch gar nicht wussten oder gar vergassen, dass in ihrer Umgebung ein solcher Markt stattfindet, sowie für alle Neugierigen bietet die nachfolgende Übersicht von YFMch-Kollege Björn Scheppler, eine vorzügliche Möglichkeit sich über alle Schweizer Wochenmärkte zu informieren.

Übersicht: Wochenmärkte in der Schweiz

Vor einer Woche besuchte ich die Expovina Primavera in Zürich. Hier präsentierten sich viele Schweizer Händler und wenige Schweizer Winzer. Im Grunde war ich nur wegen einem Stand vor Ort – “Junge Schweiz – Neue Winzer“. An diesem waren 19 interessante Jungwinzer aus der Deutschschweiz versammelt.  Auffallend im Gegensatz zu den anderen Ständen: Sich drängende Besucher. Die Schweizer zeigten Interesse an ihren jungen, aufstrebenden Winzern. Zu Recht.

Die "Junge Schweiz" auf der Expovina Quelle: junge-winzer.ch

Mein Kollege und ich, degustierten uns durch fast alle Weine und hatten ein interessantes Gespräch mit dem Winzer Pasquale Chiapparini, der uns ein wenig über sein Weingut und die Vereinigung erzählte. Die Winzer kennen sich von ihrer Ausbildung an der Weinbauschule Wädenswil und treffen sich seit etwa zwei Jahren zu regelmässigen, gemeinsamen Degustationen. Erfahrungsaustausch unter ewig Lernenden. Der Gemeinschaftsstand an der Expovina war der erste gemeinsame Auftritt in der Öffentlichkeit, weitere Aktivitäten sind geplant. Gemeinsam statt einsam möchte man darauf aufmerksam machen, dass sich interessante, junge und innovative Winzer in der Schweiz tummeln.

Chiapparini selbst besitzt ein kleines Weingut in der Region Zürich. In Raftz bewirtschaftet er 3.2 ha. Kein Familienbetrieb wie er betont. Besonders einprägsam sind die moderne Flaschenausstattung und die Namen der Weine. „soweiss“ nennt er beispielsweise seinen Blanc de Noir, der Schaumwein heisst passend dazu „soprickelnd“.

Was besonders in Erinnerung blieb:

Pasquale Chiapparini – soweiss (Blanc de Noir)

Weingut Erich Meier – Pinot noir BARRIQUE

Kunz-Keller – Pinot

Weingut Schipf – Freisamer (Sylvaner X Pinot Gris; spezieller Weisswein, der mich an Piwi-Sorten erinnerte)

Weingut Schwarz – Müller-Thurgau

Seit ich bei Delinat begann, stand immer wieder ein eigener Blog zur Diskussion. Nach ausführlicher Geburtsphase erblickte das Kind nun endlich die Welt. Ein schönes Kind wie ich finde. Gut genährt und mit verheissungsvoller Zukunft.

Künftig finden sich dort regelmässig Kurzartikel über Wein, Genuss und Ökologie. Man hat quasi die Möglichkeit mit meinen Arbeitskollegen auf Reise zu gehen und die Delinat-Winzer virtuell zu besuchen. Wie beispielsweise mit Martina Korak, die aktuell von den schönsten Seiten der BioFach berichtet, oder Emil Hauser, meinem Degustations-Video-Partner, der die spannenden deutschen Jungwinzer Alexander Pflüger und Timo Dienhardt besuchte.

Aktuell kreist die Diskussion, ob es nun „der“ oder „das“ Blog heisst. Und wie man gleich zu Anfang meines Artikels bemerkt, neige ich persönlich dazu,  „der“ Blog zu sagen obwohl sich hier dem ein oder anderen alteingesessenen Blogger der Magen umdreht 😉

Quelle: drunkenmonday.de

Halle 4a in Nürnberg.

In Nürnberg schlägt noch bis morgen das Herz der Bio-Branche. Seit gestern bin ich wieder zurück in der Schweiz, leider einen Tag zu früh um noch am heutigen Blogger-Treffen teilnzunehmen. Schade, ein ander mal.

Ich konzentrierte mich nicht zuletzt aus beruflichen Gründen auf die Halle 4a. Dort versammelte sich die Biowein-Welt. Dieses Jahr in geringerem Ausmass als noch letztes Jahr. Die Ausstellerzahl reduzierte sich von ca. 320 im letzten auf ca. 260 Aussteller in diesem Jahr. Ein Trend der sich fortsetzen wird, glaubt man den Ausstellern. Viele äusserten im Gespräch die Absicht nächstes Jahr nur noch auf Millésime Bio und Prowein zu setzen. Gleiches wurde von Seiten der Händler bekundet.

Besonders interessant für mich waren die Gespräche mit dem umtriebigen Moselwinzer und DLG-Jungwinzer des Jahres Timo Dienhardt, der nur so vor Projektideen strotzt und auf dessen künftige Arbeit ich sehr gespannt bin.

Naturwein – Wein schwefelfrei

Auf der Suche nach ungeschwefelten Weinen für die „Naturwein“-Weinrallye von Matthias Metze wurden meine Befürchtungen zum Teil bestätigt. Während ein ungeschwefelter Rotwein des Weinguts Savian aus dem Veneto sich speziell aber interessant präsentierte konnte mich der ungeschwefelte Riesling des Weinguts Gutoberstockstall im Wagram weniger überzeugen. Wie zu erwarten beginnt der Wein nach knapp einer Stunde mit Oxidationsaromatik zu trumpfen. Neben Noten von reifen, geriebenen Äpfeln waren es nussige Aromen, welche die Aromatik in der Nase kennzeichneten. Während die Nase noch interessant war, kam im Gaumen eine leicht bittere Note hinzu, die mich wenig glücklich stimmte. Während der schwefelfreie Riesling eher gewöhnungsbedürftig für einen konventionellen Gaumen war, präsentierten sich die restlichen Weine des Weinguts äusserst interessant und empfehlenswert.

Mein Fazit:

Die Bezeichnung Naturwein ist mir zu allgemein gehalten, da aus Studien hervorgeht, dass unbedarfte Konsumenten davon ausgehen, dass jeder Wein „natürlich“ produziert wird. Was ich letztendlich unter dem Begriff „Naturwein“ verstehe, ist ein Wein, der so natürlich wie möglich, ohne jegliche chemischen Zusätze produziert wurde.  Weder im Weinberg, noch im Keller. Soweit nichts neues. Nicht zu vergessen die ganzheitliche Betriebsstruktur, die den bio-dynamischen Höfen gleich sein sollte. Spontanvergärung als Muss. Die Krux am Ganzen ist für mich der Schwefeleinsatz im Keller. Als Weinmacher würde ich ungern auf einen gewissen Mindestschutz verzichten wollen, schätze deshalb umso mehr den Mut der Winzer, die ungeschwefelte Weine produzieren und den Wein sich selbst überlassen.

Ich gehe davon aus, dass ungeschwefelter Wein ein Trend ist, der nur eine geringe Anzahl an Verbrauchern anspricht und letztendlich eine kleine Sparte in der Sparte bleiben wird. Betrachtet man jedoch die Entwicklung der früher noch ungeniessbaren Bioweine weiss man nie, was geschehen wird…

Verkostungstipps der BioFach:

Sepp Moser

Jurtschitsch

Bei Dirk Würtz war zu lesen, dass das Gesicht des neuen EU-Bio-Logo’s (Einführung Juli 2010) nun offiziell ist. Nicht nur das Bio-Logo ist neu, auch die Entstehung des Logos ging hierbei neue Wege. Die Verbraucher entschieden aktiv über das neue Logo. Ich habe auch abgestimmt und kann mich künftig also über mein selbst gewähltes Logo freuen. Schön.

War die Verwendung des „alten“ Bio-Logos freiwillig, ist die Verwendung des neuen Bio-Logos für alle vorverpackten Bioprodukte aus EU-Mitgliedsstaaten obligatorisch. Demnach also auch für Biowein.

EU-Bio-Logos im Vergleich: Links Alt, Rechts Neu (Quellen: ec.europa.eu, apis.lu)

Ist Bio am Ende?

Fragt sich Michael Pleitgen bezogen auf einen Artikel der BILD-Zeitung zur Grünen Woche. Die BILD stellte in gewohnt fundierter Weise fest, dass Bio out sei, das Wachstum der Branche bei 5,9 Milliarden Euro Umsatz stagniere und der Markt nicht weiter wachsen könne.

Die goldenen Umsatzwachstumsraten mit Bioprodukten sind vorüber. Das ist korrekt. Heute wird nicht zuletzt wegen Discounter-Angeboten mengen- und nicht wertmässig mehr Bio verkauft. Eine zu erwartende Entwicklung. Ich erinnere mich an eine heisse Diskussion bei der KarmaKonsum-Konferenz letzten Jahres. Hier stellte jemand in Frage, ob Discounter-Bio partout zu verteufeln sei, wie es von jenen, die sich ich als „echte Ökos“ verstehenden teilweise betrieben wird, und ob es denn so schlecht sei, wenn mehr Menschen durch die Discounter-Angebote auf Bio aufmerksam werden und sich die Produkte letzendlich auch leisten können. Ich finde nicht. EU-Bio als Standard, eine Weiterentwicklung nötig. Was spricht dagegen?

Bio ist heute also Normalität (der Standard fehlt noch) in den Portfolios der Lebensmitteleinzelhändler, Profilierung mit „Grün“ nicht mehr möglich. Die Branche ist gefragt sich neue Konzepte zu überlegen.

Regionalität und Gesundheit spielen hierbei in Verknüpfung mit Bio eine tragende Rolle. Zwar aus Österreich, aber besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang Hofer (Aldi Österreich), die „Zurück zum Ursprung“ gehen und hiermit meines Wissens nach eines der ersten Bio 2.o Label lancieren. „So weit muss Bio gehen“ heist es. Ein Label das „Naturreine“ und auf „Babyfoodstandard“ produzierte Lebensmittel verspricht. Dem nicht genug, sogar das Bodenleben wird berücksichtigt. Ganz undogmatisch und für jeden gemacht. Hofer kommt somit genau dem entgegen, was die Biopioniere schon lange wussten, was der Markt verlangt und was von Greenwashern immernoch falsch verstanden wird.

Bio ist nicht eine Qualität an sich, sondern (sollte) ein Standard (Grundlage) sein.

Quelle: Hofer

Auch meine Arbeitgeberin Delinat bemüht sich um den nächsten Schritt mit dem Manifest der Winzer.

Esst kaputt, was Euch kaputt macht

Captain Corks Maat Josef Gold greift ein ähnliches Thema auf und sinniert über die Zukunft von Essen und Trinken. In diesem Zusammenhang fällt der Filmklassiker „Brust oder Keule“ und die darin vorkommende Frankenstein-Firma „Tricadel“.

Godzilla –Yellow Tail

Zudem noch dieses kuriose Netzfundstück der Australier Yellow Tail.