Archive für Kategorie: Weinperipherie

Nach dem Ende der Animals, auf dem Weg in die Vergessenheit, gründete Eric Burdon gemeinsam mit Lee Oskar die Band Eric Burdon & WAR. Spill the Wine (1970) war der erste Billboard Hot 100 Hit der Band und erschien auf dem legendären Album Eric Burdon declares „War“.

Harold Brown, damaliger Schlagzeuger, zur Entstehung des Songs:

„Steve wanted first to see what we could do. So for about a year we just kept going in and out of studios. And then one day we were up in San Francisco, just playing and stuff. Lonnie (Jordan, War keyboard player) came in acting all drunk and stuff and out. They had a bottle of wine, and some of that wine got spilled in the console. Lee (Oskar, War harmonica player) says he felt that the song didn’t have anything to do with the wine going into the console, but all I know is after that they moved out of the A studio, they moved us into the B studio, and then we were playing a Latin thing, and even if Eric had been writing ‚Spill The Wine‘ all along, and writing the concepts, that’s when it all came together. I think that Eric was already working on an idea about leaking gnomes waking up in a grassy field, and then when the wine inadvertently got knocked over, whether it was part of the song or not, it all just came together right at that moment.“ (Quelle: songfacts.com)

Cover-Version des Stücks von den „Isley Brothers“ aus dem Jahr 1971.

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Was gibt es schöneres als den wöchentlichen Einkauf nicht im gewöhnlichen Supermarkt, sondern über den lokalen Markt schlendernd zu erledigen, mit dem Marktverkäufer vielleicht einen kleinen Schwatz zu halten und sich mit allerlei Leckereien einzudecken. Aus dem Erledigen wird hier schnell ein lukullisches Erlebnis.

Für all jene, die noch gar nicht wussten oder gar vergassen, dass in ihrer Umgebung ein solcher Markt stattfindet, sowie für alle Neugierigen bietet die nachfolgende Übersicht von YFMch-Kollege Björn Scheppler, eine vorzügliche Möglichkeit sich über alle Schweizer Wochenmärkte zu informieren.

Übersicht: Wochenmärkte in der Schweiz

Das nächste WeinNetzCH steht an. 3. 6. 2010, dieses mal, auf Anregung von Baccantus hin, in Konstanz statt in Zürich. Richtig, Konstanz liegt nicht in der Schweiz, dafür aber umso zentraler wenn es um die grenzübergreifende Weinkommunikation zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz geht. Eingeladen sind wie immer alle, die sich für Wein in Kombination mit den Neuheiten des Internets interessieren. Spread the message!

Charlie Walker – „Little Ole Wine Drinker Me“ (1966)

Charlie Walker war bereits erfolgreicher Radio-DJ, als er Anfang der 50’er Jahre seine Sangeskarriere startete. Zunächst unbeachtet bei „Imperial Records“, konnte er 1956 mit „Only You Only You“, nun beim legendären „Decca“-Label, seinen ersten Top-10-Erfolg feiern. Ein Jahr nachdem „Little Ole Wine Drinker Me“ erschien nahm sich kein Geringerer als Dean Martin dem Stück erneut an.

Seit ich bei Delinat begann, stand immer wieder ein eigener Blog zur Diskussion. Nach ausführlicher Geburtsphase erblickte das Kind nun endlich die Welt. Ein schönes Kind wie ich finde. Gut genährt und mit verheissungsvoller Zukunft.

Künftig finden sich dort regelmässig Kurzartikel über Wein, Genuss und Ökologie. Man hat quasi die Möglichkeit mit meinen Arbeitskollegen auf Reise zu gehen und die Delinat-Winzer virtuell zu besuchen. Wie beispielsweise mit Martina Korak, die aktuell von den schönsten Seiten der BioFach berichtet, oder Emil Hauser, meinem Degustations-Video-Partner, der die spannenden deutschen Jungwinzer Alexander Pflüger und Timo Dienhardt besuchte.

Aktuell kreist die Diskussion, ob es nun „der“ oder „das“ Blog heisst. Und wie man gleich zu Anfang meines Artikels bemerkt, neige ich persönlich dazu,  „der“ Blog zu sagen obwohl sich hier dem ein oder anderen alteingesessenen Blogger der Magen umdreht 😉

Quelle: drunkenmonday.de

Bereits in der frühen Antike wussten ihn die Assyrer zu schätzen: Den Korken, Stoppel (Österreich) oder Zapfen (Schweiz). Damals noch zum, mehr oder minder, gelingenden Verschliessen von Amphoren genutzt, entwickelte sich der Korken ab Mitte des 17. Jahrhunderts zum dominierenden Verschluss für Weinflaschen. Eine dominierende Stellung, die trotz Korkschmeckerproblematik und alternativen Verschlüssen beibehalten werden konnte. Heute verstöpselt Kork weltweit noch immer 70 % aller Weinflaschen.

Nachdem der Korken sein Produktionsland (in den meisten Fällen Portugal) verlassen, eine Weinflasche verschlossen hat und anschliessend wieder „gezogen“ wurde stellt sich die Frage: Wohin mit dem Kork? In den meisten Fällen landet er wohl im Müll.

Dass es auch anders geht, zeigen nicht nur  technische Recycling-Methoden für Flaschenkorken, sondern auch Designer. Gabriel Wiese beispielsweise fertigt aus gebrauchten Korken imposante Möbel, Plastiken und Installationen konnte ich bei lilligreen.de lesen.

korken zum sitzen

Kork-Möbel des Designers Gabriel Wiese (Bilder: lilligreen.de)

korken zum stempeln

“Berliner Bär” Bild: swwsw

Eine andere schöne Idee hatten die beiden Designerinnen Nicole Bednarzyk und Sylke Rademacher von schœner.wærs.wenns.schœner.wær.

Ihr Stempel „Berliner Bär“ wird aus Naturkautschuk und gebrauchten Korken von Delinat-Kunden hergestellt.

Die Hardcore-Variante liefert der New Yorker Weinhändler Frankly Wines. Erinnerungen an ca. 15.000 Weine zieren dessen Laden. Eine ganze KorkWAND. 30 Std. und Unmengen an Holzleim brauchte es hierfür. Stellt sich die Frage, wer hat das alles getrunken? Während manchem Leser vielleicht schon das Wasser im Munde zusammen läuft, oder der Angstschweiss auf der Stirn steht, kann ich beruhigen. Der Grossteil der Korken wurde vernünftigerweise bei ebay (!?) ersteigert.

Zu guter Letzt noch ein Link mit weiteren DIY-Korkideen.

Halle 4a in Nürnberg.

In Nürnberg schlägt noch bis morgen das Herz der Bio-Branche. Seit gestern bin ich wieder zurück in der Schweiz, leider einen Tag zu früh um noch am heutigen Blogger-Treffen teilnzunehmen. Schade, ein ander mal.

Ich konzentrierte mich nicht zuletzt aus beruflichen Gründen auf die Halle 4a. Dort versammelte sich die Biowein-Welt. Dieses Jahr in geringerem Ausmass als noch letztes Jahr. Die Ausstellerzahl reduzierte sich von ca. 320 im letzten auf ca. 260 Aussteller in diesem Jahr. Ein Trend der sich fortsetzen wird, glaubt man den Ausstellern. Viele äusserten im Gespräch die Absicht nächstes Jahr nur noch auf Millésime Bio und Prowein zu setzen. Gleiches wurde von Seiten der Händler bekundet.

Besonders interessant für mich waren die Gespräche mit dem umtriebigen Moselwinzer und DLG-Jungwinzer des Jahres Timo Dienhardt, der nur so vor Projektideen strotzt und auf dessen künftige Arbeit ich sehr gespannt bin.

Naturwein – Wein schwefelfrei

Auf der Suche nach ungeschwefelten Weinen für die „Naturwein“-Weinrallye von Matthias Metze wurden meine Befürchtungen zum Teil bestätigt. Während ein ungeschwefelter Rotwein des Weinguts Savian aus dem Veneto sich speziell aber interessant präsentierte konnte mich der ungeschwefelte Riesling des Weinguts Gutoberstockstall im Wagram weniger überzeugen. Wie zu erwarten beginnt der Wein nach knapp einer Stunde mit Oxidationsaromatik zu trumpfen. Neben Noten von reifen, geriebenen Äpfeln waren es nussige Aromen, welche die Aromatik in der Nase kennzeichneten. Während die Nase noch interessant war, kam im Gaumen eine leicht bittere Note hinzu, die mich wenig glücklich stimmte. Während der schwefelfreie Riesling eher gewöhnungsbedürftig für einen konventionellen Gaumen war, präsentierten sich die restlichen Weine des Weinguts äusserst interessant und empfehlenswert.

Mein Fazit:

Die Bezeichnung Naturwein ist mir zu allgemein gehalten, da aus Studien hervorgeht, dass unbedarfte Konsumenten davon ausgehen, dass jeder Wein „natürlich“ produziert wird. Was ich letztendlich unter dem Begriff „Naturwein“ verstehe, ist ein Wein, der so natürlich wie möglich, ohne jegliche chemischen Zusätze produziert wurde.  Weder im Weinberg, noch im Keller. Soweit nichts neues. Nicht zu vergessen die ganzheitliche Betriebsstruktur, die den bio-dynamischen Höfen gleich sein sollte. Spontanvergärung als Muss. Die Krux am Ganzen ist für mich der Schwefeleinsatz im Keller. Als Weinmacher würde ich ungern auf einen gewissen Mindestschutz verzichten wollen, schätze deshalb umso mehr den Mut der Winzer, die ungeschwefelte Weine produzieren und den Wein sich selbst überlassen.

Ich gehe davon aus, dass ungeschwefelter Wein ein Trend ist, der nur eine geringe Anzahl an Verbrauchern anspricht und letztendlich eine kleine Sparte in der Sparte bleiben wird. Betrachtet man jedoch die Entwicklung der früher noch ungeniessbaren Bioweine weiss man nie, was geschehen wird…

Verkostungstipps der BioFach:

Sepp Moser

Jurtschitsch