Querverweise: Ist Bio am Ende?, Esst kaputt was Euch kaputt macht, Godzilla

5. Februar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Ist Bio am Ende?

Fragt sich Michael Pleitgen bezogen auf einen Artikel der BILD-Zeitung zur Grünen Woche. Die BILD stellte in gewohnt fundierter Weise fest, dass Bio out sei, das Wachstum der Branche bei 5,9 Milliarden Euro Umsatz stagniere und der Markt nicht weiter wachsen könne.

Die goldenen Umsatzwachstumsraten mit Bioprodukten sind vorüber. Das ist korrekt. Heute wird nicht zuletzt wegen Discounter-Angeboten mengen- und nicht wertmässig mehr Bio verkauft. Eine zu erwartende Entwicklung. Ich erinnere mich an eine heisse Diskussion bei der KarmaKonsum-Konferenz letzten Jahres. Hier stellte jemand in Frage, ob Discounter-Bio partout zu verteufeln sei, wie es von jenen, die sich ich als “echte Ökos” verstehenden teilweise betrieben wird, und ob es denn so schlecht sei, wenn mehr Menschen durch die Discounter-Angebote auf Bio aufmerksam werden und sich die Produkte letzendlich auch leisten können. Ich finde nicht. EU-Bio als Standard, eine Weiterentwicklung nötig. Was spricht dagegen?

Bio ist heute also Normalität (der Standard fehlt noch) in den Portfolios der Lebensmitteleinzelhändler, Profilierung mit “Grün” nicht mehr möglich. Die Branche ist gefragt sich neue Konzepte zu überlegen.

Regionalität und Gesundheit spielen hierbei in Verknüpfung mit Bio eine tragende Rolle. Zwar aus Österreich, aber besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang Hofer (Aldi Österreich), die “Zurück zum Ursprung” gehen und hiermit meines Wissens nach eines der ersten Bio 2.o Label lancieren. “So weit muss Bio gehen” heist es. Ein Label das “Naturreine” und auf “Babyfoodstandard” produzierte Lebensmittel verspricht. Dem nicht genug, sogar das Bodenleben wird berücksichtigt. Ganz undogmatisch und für jeden gemacht. Hofer kommt somit genau dem entgegen, was die Biopioniere schon lange wussten, was der Markt verlangt und was von Greenwashern immernoch falsch verstanden wird.

Bio ist nicht eine Qualität an sich, sondern (sollte) ein Standard (Grundlage) sein.

Quelle: Hofer

Auch meine Arbeitgeberin Delinat bemüht sich um den nächsten Schritt mit dem Manifest der Winzer.

Esst kaputt, was Euch kaputt macht

Captain Corks Maat Josef Gold greift ein ähnliches Thema auf und sinniert über die Zukunft von Essen und Trinken. In diesem Zusammenhang fällt der Filmklassiker “Brust oder Keule” und die darin vorkommende Frankenstein-Firma “Tricadel”.

Godzilla -Yellow Tail

Zudem noch dieses kuriose Netzfundstück der Australier Yellow Tail.

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Querverweise: Konspirative Küchenkonzerte

28. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Konspirative Küchenkonzerte” finden seit geraumer Zeit in einer Hamburg-Wilhelmsburger Fabrik-Wohnung statt. Gemäss dem Motto “Heisser Scheiss, live serviert!” präsentiert Gastgeber Marco Antonio Reyes Loredo ein mal im Monat Leckerbissen aus Küche und Populärkultur. Jeden 1. Samstag des Monats zu bewundern im Hamburger Fernsehen Tide TV. Allen Nicht-Hamburgern sei die KKK-Website ans Herz gelegt. Dort finden sich alle bisherigen Sendungen als Stream.

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Aktion “WeinWeb für Haiti – Deine Hilfe zählt”

20. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Stefan Schwytz von baccantus.de, den ich beim letzten WeinNetzCH kennen lernen durfte, rief gestern die Aktion “WeinWeb für Haiti – Deine Hilfe zählt” ins Leben. Zusammen sammeln webaktive Winzer, Weinhändler und Sympathisanten Spenden für die Betroffenen in der Krisenregion. Bisher schnürten Johner, Tvino und Romazini Care-Pakete, von deren Verkauf ein Teil gespendet wird. Privatpersonen können sich selbstverständlich auch an der Aktion beteiligen.

Anbei die Details mit mit allen nötigen Informationen:

Liebe Weinfreunde! Jeder hat es inzwischen mitbekommen: Das Erdbeben in Haiti vom 12.10.2010 hatte die Stärke von 7.0 auf der Richter Skala und traf damit ausgerechnet das ärmste Land der westlichen Hemisphäre.

Damit hat es innerhalb kurzer Zeit eine Region getroffen, die sich noch von den Hurrikans Ike, Hanna, Fay & Gustav aus dem Jahr 2008 erholte und die zur sogenannten 4. Welt gehört, den am wenigsten entwickelten Ländern auf unserer Erde.

Die UN spricht von der größten Katastrophe ihrer Geschichte und die Tatsache, das bis jetzt über 70.000 Tote geborgen worden und die Regierung Haitis von mindestens 200.000 Toten ausgeht, unterstreicht dieses Bild des Elends.

Die Bevölkerung in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince kämpft nach Angaben des IKRK derzeit ums pure Überleben.

Daher möchte Baccantus das deutschsprachige WeinNetz 2.0 dazu aufrufen, die Erdbebenopfer von Haiti zu unterstützen mit der

Aktion „WeinWeb für Haiti – Deine Hilfe zählt“

  • Der Teilnehmende Winzer oder Weinhändler stellt ein attraktives Paket mit drei oder sechs Flaschen Wein zusammen und kalkuliert einen vernünftigen Gesamtpreis.
    Es bietet sich für Winzer beispielsweise ein Querschnitt durchs Sortiment als Probierpaket an, für Händler eventuell ein Themenschwerpunkt wie „unsere besten Rieslinge im Januar“ oder Ausverkäufe auslaufender Jahrgänge etc.
  • Spendenaufschlag für den Käufer: 10% des VK, mindestens jedoch 5 €.
  • Der Verkäufer legt den gleichen Betrag noch einmal als Spende für die Erdbebenopfer von Haiti hinzu.
  • Der Teilnehmer setzt einen oder mehrere Banner auf seine Webseite, Blog, Shop etc. verlinkt auf die Spendenaktion hierher ggf. verbunden mit eigener Erklärung.
  • Der Teilnehmer überweist den gesamten Spendenbetrag an das folgende Spendenkonto:

Bündnis Entwicklung Hilft
Spendenkonto 51 51
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl 370 205 00
Kennwort: ARD/Haiti
www.entwicklung-hilft.de

  • Der Teilnehmer bewirbt die Spendenaktion aktiv über seine Kontakte bzw. sein Social Media Network.

Die Spenden aus der Schweiz gehen an:

Postkonto 10-15000-6
Glückskette, 1211 Genf

Wir bitten Euch herzlich um rege Beteiligung an der Aktion und darum, kurz einen Teil Eurer geballten Web 2.0-Kompetenz in die Verbreitung dieses Aufrufs via Twitter, Facebook, Posterous und den restlichen SocialMedia-Dschungel zu investieren.

Wir denken, dass es eine gute Sache ist, auch auf diese Weise zu helfen.
Natürlich kann und soll man auch ohne Weinbestellungen direkt spenden!

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Humor am Freitag: Sabrieren

15. Januar 2010 · 2 Kommentare

Sabrieren nennt man das Entfernen des Champagner-Korkens mit dem Säbel. Ein teils gefährliches bis Unterfangen, wie diese Videos hier zeigen.

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Weinrallye 29: Weinland Ostschweiz?

13. Januar 2010 · 5 Kommentare

Beim Thema der Weinrallye 29, ausgerichtet von lamiacucina, konnte ich mir es nicht verkneifen teilzunehmen. Schweizer und Veltliner Weine sind das Thema. Zum einen Teil also Weine meiner Wahlheimat. Schweiz und Wein, hier kommen Dôle, das Wallis, Gamay, Pinot Noir, RieslingxSilvaner und Merlot di Ticino in den Sinn. Vorstellen möchte ich einen Malanser von Louis Liesch. Einen Wein aus der Bündner Herrschaft, dem grössten Weinanbaugebiet (ca. 350 ha) und nördlichsten Teil Graubündens, etwa 45 Autominuten südlich von St. Gallen, meinem Wohnort, enfernt.

Die Bündner Herrschaft umfasst die vier Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans. Schon die Römer wussten die Weine aus dieser Region zu schätzen, damals vor allem den immer noch angebauten Completer. Heute beherrscht der Pinot Noir die kargen, kalkhaltigen Schieferböden am Fusse der steil abfallenden Bergfalken. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Rebsorte von jungen Söldnern und Bauernsöhnen aus dem Burgund importiert und ist seitdem das Aushängeschild der Region. Maienfelder und Malanser besitzen nicht nur in der Schweiz einen klingenden Namen.

Blick über Malans, Foto: Adrian Michael

Louis Liesch, der Produzent des von mir vorgestellten Malansers, ist ein interessanter, sympathischer Winzer. Während andere bereits ihre Pension geniessen und es langsamer angehen bleibt Louis Liesch seiner Leidenschaft, dem Winzerhandwerk, treu. Zusammen mit seiner Frau Margrit bewirtschaftet er weiterhin ca. 4 ha, auf denen der Pinot Noir dominiert. Bereits seit 1986 arbeitet Liesch biologisch und trug als Pionier dazu bei, dass mittlerweile etwa 20 % der Malanser Rebfläche biologisch bewirtschaftet werden.

Im Sommer 2008 hatte ich das Vergnügen Liesch mit Freunden zu besuchen. Ein einprägsames Erlebnis. Das gewöhnlich wirkende, schöne Haus verriet nicht sofort, dass es sich hier tatsächlich um ein Weingut handelt. Der Keller, durch den uns Louis Liesch führte war klein und akurat aufgeräumt. Unter den wenigen Gebinden, überwiegend Stahltanks und einzelne Barrique-Fässer. Liesch ist kein Mann der grossen Worte, seine Hand-Etikettiermaschine hielt uns einige Momente auf, von der er schwärmte, dass sie die einzige Lösung für das saubere Aufkleben der Etiketten sei. Im Weinberg macht er fast alles von Hand, das ist einfach besser als Maschinen. Die Weine sprachen eine äusserst klassische Sprache, wie auch der Malanser, den ich vorstellen möchte.

Louis Liesch, Malanser Blauburgunder, 2008 – zu beziehen bei meinem Arbeitgeber Delinat
Louis Liesch – Malanser Blauburgunder – 2008

In der Nase fruchtig mit würzigen Anklängen – Himbeerkonfitüre, Zwetschke, Mandarine, Holunderblüte, ein Hauch von Litschi und eine dezente, rauchige Note. Am Gaumen leicht, weich, saftig – Aromen von roter Johannisbeere, Kirsche, weissem Pfeffer, grünem Apfel, Anis und Dörrpflaumen. Bodenständig wirkt der Wein, wie sein Winzer. Ein schöner, klassischer Malanser, ohne viel Schnickschnack, der hält was er verspricht und Lust macht auf den nächsten Schluck.

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Humor am Freitag 2: 50 Cent

8. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

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Querverweise: sadat x pt. 2, food-trends ‘10, top of the blogs

30. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Sadat X Pt. 2

Neue Messskala “Fucked-Up-Factor” ;-)

NZZ Food-Trends ‘10

Die NZZ berichtet aktuell von den Food-Trends des Jahres 2010. Und diese lauten in Kürze: Think global, cook local; Bioprodukte aus der Region; Männer am Herd; Frauen in der Backstube; Drink Pink; Leicht und beschwingt; Weg von überteuertem Wein; Aufstrebendes Argentinien

Top Of The Blogs

Bildquelle: blogpartei.de

Wie der Weingeek in Punkten, denkt der Popkulturgeek in Top-Listen. Deshalb passend zum Jahresabschluss die Top 10 Alben 2009, gewählt von blogpartei und white tapes. Die Übersicht und jeweils einen legalen Downlaod gibt es bei roteraupe.de.

Sollte ich dieses Jahr eine Liste erstellen, wären sicherlich Grizzly Bear – Veckatemist, The XX – XX, Bibio – Abivalence Avenue und The Thermals – Now We Can See dabei. Die schönsten Shows für mich persönlich waren: John K. Samson, Zürich; Ja, Panik, St. Gallen; The Aggrolites, Open Air St. Gallen.

Und als Ergänzung die Top-50 des Hipstermonsters Pitchfork.

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Etiketten-Trash: “Aargauer Bio-Wein” 2005

29. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Eines hat der Etiketten-Designer des “Aargauer Bio-Wein” erreicht. Dieses Etikett vergisst man so schnell nicht wieder. Während die alte Welt mit Klassifizierungen verwirrt und die neue Welt auf Rebsorten reduziert, beschränkt man sich im Aargau auf anderes. Was ist es? Ein Biowein. Woher? Aus dem Aargau. Von Rebsorten keine Rede. Auch nicht auf dem Rückenetikett.

Neben dem Jahrgang, einer kurzen Degustationsnotiz und Genussempfehlungen finden sich dort die Namen der beiden Traubenproduzenten, die den Ausgangstoff für den Wein der Weinbaugenossenschaft Schinznach liefern. Letzteres finde ich äusserst interessant. Bisher fand ich die Information von welchem Traubenproduzent die Trauben stammen auf keinem Genossenschaftswein. Transparenz. Sicherlich ist die Aufführung bei zwei Winzern nicht sonderlich schwer. Bei bis zu zehn wird es schon komplizierter.

Ob der Konsument die Produzenten auf dem Etikett überhaupt wahrnimmt ist fraglich. Wenn er es liest wirkt es aber sicherlich vertrauensbildend und gibt dem gesichtslosen Wein ein wenig Identität.

Und der Wein?

Das www verriet die Rebsorten. Ein Cuvée aus Regent und Pinot Noir.

In der Nase würzig und fruchtig (Aromen von Cassis, Kirsche und Brombeere). Hinzu gesellen sich eine feine Marzipannote, sowie vegetabile und laktische Aromen. Im Gaumen nach saftigem Auftakt (hier bestätigt sich der aromatische Eindruck in der Nase) ohne allzu lange Verabschiedung abtauchen in die ewigen Jagdgründe. Interspezifisches Loch? Ein Wein der nicht zu vieler Worte bedarf.

Passend zum  “Aargauer Bio-Wein” die Getränkeauswahl bei der britischen Serie IT Crowd.

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Querverweise: Tuvalu, Licht statt Wein, Manifest, Ecosia, Unternehmen Armut

22. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Tuvalu

Dr. Motz, der Dr. Jekyll des Würtz-Wein-Blogs, macht sich Gedanken über Tuvalu, jenen Inselstaat, der aufgrund des Klimawandels in absehbarer Zeit von der Landkarte verschwinden wird.

Licht statt Wein

Bei Lilly Green fand ich eine schöne Idee für das Leben der Weinflasche nach dem letzten Tropfen. Das stimmungsvolle DIY-Weinflaschenlicht.

Manifest der Europäischen Winzer

Auf Einladung von SlowFood erarbeiteten über 500 Winzer aus ganz Europa Anfang Dezember das “Manifest der Winzer Europas“. Ein nachhaltiger Ansatz zur Betreibung von Weinbau.

Unternehmen Armut Weblog

“Die Überwindung von Armut durch die nachhaltige Integration von Armen in Faktor- und Absatzmärkte” klingt nach Utopie. Martin Herrndorf beschäftigt sich in seinem Projekt-Blog mit potenziellen und bereits erfolgreichen Strategien zur Erreichung der eingangs genannten Vision. Es geht um “Business at the Bottom of the Pyramid“ (BoP), „Sustainable Livelihood Business“, „Social Entrepreneurship“, „Inclusive Business“ und „Social Business“.

Ecosia

Die Alternative zur grünen Suchmaschine Forrestle. Mit jeder Suche 2 qm Regenwald retten. Wie es genau funktioniert erklärt das Video.

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Sag’s mit Johner – Frohe Weihnachten!

21. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

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